Strahlmischer
Pulver ansaugen, benetzen und lösen in einem Durchgang
Pulver klumpenfrei einmischen, ohne bewegliche Teile
Eine Pumpe, ein Trichter, kein Rührwerk. Der Flüssigkeitsstrahl selbst saugt das Pulver an und mischt es ein. Für Molkerei, Lebensmittel, Chemie und Kosmetik.
- 4.000–50.000 l/h
- sechs Baugrößen MD 25 bis MD 100
- bis 90 %
- Trockenstoffanteil mit passender Pumpenkombination
- 0,05–5 s
- Lösezeit für 1 kg Pulver, je nach Stoff
So arbeitet der Strahlmischer
Strahlmischer, Abbildung beispielhaft.
Treibdüse
Die Förderpumpe drückt die Flüssigkeit mit 3 bis 6 bar durch die Treibdüse. Dort wird sie stark beschleunigt und tritt als gebündelter Strahl aus.
Saugkammer
Der schnelle Strahl erzeugt in der Saugkammer einen Unterdruck bis −0,98 bar. Das Pulver wird über den Saugstutzen direkt aus dem Trichter angesaugt.
Mischrohr
Pulver und Flüssigkeit treffen hochturbulent aufeinander. Aufprall und Schleuderwirkung benetzen die Körner einzeln, so entstehen kaum Klumpen.
Diffusor
Im Diffusor wird die Strömung langsamer und der Druck baut sich wieder auf. Die Mischung läuft zurück in den Behälter oder weiter in die Produktion.
Vorteile im Betrieb
Keine beweglichen Teile im Mischer
Antrieb ist allein die Förderpumpe. Im Strahlmischer selbst gibt es kein Rührwerk und keine Welle.
Pulver wird angesaugt
Der Unterdruck zieht das Pulver aus dem Trichter direkt in den Flüssigkeitsstrom. Eine zusätzliche Pulverförderung ist nicht nötig.
Gleichmäßig benetzt
Die Körner werden im Strahl einzeln erfasst und benetzt. Das beugt Klumpen und Nestern vor.
Hoher Trockenstoffanteil
Bis 90 % Trockenstoff, wenn Zuführ- und Förderpumpe zum Produkt passen.
Einfache Bedienung
Eine Pumpe und wenige Absperrventile. Der Ablauf lässt sich in fünf Schritten beschreiben.
Kompakt und flexibel
Stationär oder fahrbar, als einzelner Mischer oder als komplette Anlage mit Behälter und Rohrleitung.
Einsatzbereiche
Der Strahlmischer löst und dispergiert Pulver, Granulate und Pasten in Wasser, Milch, Öl und anderen pumpfähigen Flüssigkeiten. Typische Stoffe aus der Praxis:
Milch und Molkerei
Milchpulver, Molkenpulver, Eigelbpulver, Stabilisatoren, Pektin
Lebensmittel und Getränke
Stärke, Zucker, Mehl, Kakao, Kaffee, Schokoladenpulver, Gewürze, Salze
Frucht und Pasten
Tomatenmark, Fruchtpulpe, Fruchtkonzentrat, Pasten
Chemie und Kosmetik
Soda, CMC, Carbopol, Aerosil, Aktivkohle, Farbpigmente, Kosmetikpulver
Die Chargenanlage
Ansatzbehälter, Fülltrichter, Strahlmischer und Förderpumpe im Umlauf. Abbildung beispielhaft.
Chargenanlage in einer Molkerei, Abbildung beispielhaft.
- 1Ansatzbehälter
- 2Absperrorgan
- 3Förderpumpe
- 4Fülltrichter
- 5Absperrorgan
- 6Strahlmischer
- 7Umschaltventil
- 8Absperrorgan Flüssigkeitszulauf
Ablauf
- Flüssigkeit über Ventil 8 in den Behälter, Pulver in den Trichter füllen.
- Ventil 2 öffnen, Pumpe einschalten, Ventil 5 langsam öffnen.
- Das Pulver wird angesaugt, gemischt und läuft im Umlauf zurück in den Behälter.
- Trichter leer: Ventil 5 schließen, Ventil 7 auf Produktion stellen.
- Behälter leer: Ventil 7 zurück auf Umlauf, Pumpe aus, Ventil 2 schließen.
Ausführungen
Wir liefern den Strahlmischer einzeln oder als komplette Anlage mit Behälter, Trichter, Pumpe, Ventilen und Rohrleitung, stationär oder fahrbar.
Einzelmischer
Strahlmischer mit Trichter und Pumpe, fest montiert oder auf einem Wagen für wechselnde Einsatzorte.
Chargenanlage
Ansatzbehälter, Trichter, Pumpe und Strahlmischer im Umlauf.
Kontinuierliche Anlage
Mischtank und Produkttank mit zwei Förderpumpen, pneumatischen Absperrventilen und Sonden. Lösen und Fördern ohne Unterbrechung.
Tandem
Zwei Trichter in einer Linie, für Pulver und für stückige Güter wie Tomatenmark.
Tandem mit Arbeitstisch
Wie Tandem, dazu ein Arbeitstisch am Trichter zum Bereitstellen und Öffnen der Gebinde.
Ansaugen aus Sack oder Container
Die Saugleitung holt das Pulver direkt aus dem Gebinde. Hoher Lufteinschlag, daher nicht für schäumende Produkte.
Technische Daten
Typ | Nennweite | Gewinde DIN 11851 | A mm | B mm | m³/h | l/h |
|---|---|---|---|---|---|---|
MD 25 | DN 25 | 52 × 1/6" | 220 | 64 | 4 | 4.000 |
MD 40 | DN 40 | 65 × 1/6" | 370 | 80 | 8 | 8.000 |
MD 50 | DN 50 | 78 × 1/6" | 370 | 85 | 12 | 12.000 |
MD 65 | DN 65 | 95 × 1/6" | 450 | 100 | 26 | 26.000 |
MD 80 | DN 80 | 110 × 1/4" | 480 | 107 | 38 | 38.000 |
MD 100 | DN 100 | 130 × 1/4" | 520 | 120 | 50 | 50.000 |
- Flüssigkeitsdruck
- 3 bis 6 bar
- Saugdruck
- bis −0,98 bar
- Trockenstoffanteil
- max. 90 %
- Lösezeit
- 1 kg Pulver in 0,05 bis 5 s, je nach Stoff
- Anschlüsse
- Gewindestutzen DIN 11851 oder Clamp nach DIN 11864, Nennweite wie Baugröße
- Werkstoff
- produktberührt 1.4404 (AISI 316L)Vorläufiger Demo-Wert – Bestätigung durch GNC ausstehend.
- Oberfläche innen
- Ra < 0,8 µmVorläufiger Demo-Wert – Bestätigung durch GNC ausstehend.
Pumpenauswahl nach Trockenstoffanteil
Trockenstoff | Produktzuführung | Produktförderung |
|---|---|---|
bis 20 % | Kreiselpumpe | nicht erforderlich |
20 bis 40 % | Kreiselpumpe | Kreiskolbenpumpe |
40 bis 90 % | Kreiskolbenpumpe | Kreiskolbenpumpe |
Milchpulver-Rekombinationsanlage
Rekombinierte Milch aus Magermilchpulver, Butteröl und Trinkwasser. Ein Strahlmischer zieht Milchpulver und Butteröl gleichzeitig in das warme Wasser, fahrbar auf einem Wagen, chargenweise oder kontinuierlich.
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